Dissertation
Mein Dissertationsprojekt ist aus meiner Magisterarbeit (2003) heraus entstanden. Diese beschäftigte sich mit neurowissenschaftlichen Methoden in der Zweitsprachenerwerbsforschung und den gewonnenen Ergebnissen. Obwohl diese interessant und im Hinblick auf die Verarbeitung der Zweit- bzw. Fremdsprachen zum tieferen Verständnis führten, sind sie hinsichtlich der untersuchten Variablen (Erwerbsalter und Sprachniveau) für Lehrende unbefriedigend, da sie keine Rückschlüsse auf konkretes didaktisches Handeln zulassen.
In jüngerer Zeit jedoch fangen Forschergruppen an, auch fremdsprachliches Lernen genauer zu untersuchen. Hervorzuheben sind zum einen die Arbeiten von Jutta L. Müller und Kollegen (Leipzig) sowie Lee Osterhout und seinem Team (Seattle).
Jedoch vergleichen diese Arbeiten keine Lernmodi, sondern erforschen lediglich den Einfluss von in Sprachkursen unterrichteten Sprachen auf die Repräsentation und Verarbeitung (Lee Osterhout und Kollegen) bzw. verwenden relativ künstliche Lernszenarien (Jutta L. Müller und Kollegen). In meiner Arbeit finden didaktisch nachvollziehbare Lernszenarien Anwendung. Die Verwendung neurowissenschaftlicher Methoden legt aber Einschränkungen bei den verwendeten Szenarien auf.
Darüber hinaus sollen die Einflüsse und Nutzen automatisierender Übungen auch beim Grammatikerwerb untersucht werden.
Meine Arbeit soll zwei Fragen beantworten:
- Ist es möglich, mittel automatisierender Übungen eine grammatische Struktur zu erwerben?
- Welchen Einfluss haben unterschiedliche Lernmodi auf die Verarbeitung und Repräsentation der Zweitsprache?
Genauere Informationen können meiner Präsentation auf der IDT 2009 in Jena (deutsch) sowie meinem Poster für die Cognitive Science 2009 in Amsterdam (englisch) entnommen werden.
Letzte Aktualisierung: 17.07.2010, 20:38:59 (MEZ)